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Adi
Nes demystifiziert das zionistische Bild vom soldatischen
Heldentum.

Adi Nes setzt sich in seinen Bildern insbesondere mit den Fragen
geschlechtlicher Identität auseinander.

Adi
Nes arbeitet mit den Mitteln der inszenierten Fotografie. Der
Blick in die Kamera ist direkt und entschlossen. |
Adi Nes zählt zur
Künstlergeneration der neunziger Jahre, die sich insbesondere
mit den Fragen geschlechtlicher Identität auseinander setzt. Ein
Teil dieser jungen Künstler vertritt einen postzionistischen
Ansatz, der sich in der Zerstörung der Mythen und anderer
heiliger Kühe" im Bezug auf die israelische Armee ausdrückt. Er
stellt seine persönliche Identität als Homosexueller der
Auflösung des Mythos vom israelischen Macho gegenüber, der aus
der Verklärung kämpfender Soldaten und Helden entstanden ist.
Der Homosexuelle bietet ein neues Bild des Mannes an, das wir
brauchen, um uns vom Macho zu lösen. Adi Nes zeigt Konflikte der
Männlichkeit zwischen Stärke und Schwäche, das vom Militär
mystifizierte Heldentum und seine Dekonstruktion aus der
homoerotischen Perspektive. Adi Nes gehört einer Generation
junger Künstler an, die sich offen zu ihrer Sexualität bekennen
und sich nicht scheuen, kollektive Fragen der Männlichkeit und
einer anderen Erotik zu thematisieren. Er arbeitet mit den
Mitteln der inszenierten Fotografie. Der Blick in die Kamera ist
direkt und entschlossen. Nur die warme Beleuchtung besänftigt
ein wenig die militärische Szene und verweist auf die
Kunstgeschichte, sowie auf die Geschichten, die Adi Nes erzählen
möchte.
Quelle sdr.de |