Arbeitsteilung:
Was die Juden für die FDP sein sollten, scheinen für die Union nun die Zuwanderer und gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften zu werden...

Kampf gegen die "Homo-Ehe"
- ein CSU-Politiker auf verlorenem Posten

Von René Althammer
Magazin kontraste.de

Was ist nur los mit dem christlichen Weltbild der Union? Kardinal Meisner will ihr gar das große C aus dem Namen streichen!

Zu viele politische Sünden hat die Partei schon im Namen des schnöden Wahlerfolges begangen, meint der strenge Kirchenmann: die unverheiratete Mutter als Familienpolitikerin? Der Import von Stammzellen?

Doch der Irrweg hat ein Ende. Unionsregierte Bundesländer riefen unsere oberste weltliche Instanz an: das Bundeverfassungsgericht soll die sog. "Homo-Ehe" für unrecht erklären. Gleichgeschlechtlich Liebende sollen nicht heiraten dürfen.

Warum nicht, das erklärt der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion. Norbert Geis, die Schwulen, die Lesben und das hohe C! Hören Sie selbst: Unser Autor René Althammer hat seinen Ohren auch nicht getraut.

Ja, ja, das der so einer ist, das wissen wir. Und die zwei gehören auch dazu. Wenn sie´s denn schön finden, naja. Und der erst, der sagt es jedem, der es hören will:

Klaus Wowereit, Regierender Bürgermeister, Berlin:
"Ich bin schwul und das ist auch gut so liebe Genossinnen und Genossen."

Aber was die machen, das geht dann doch zu weit: Homoehe, Schwulenhochzeit, ein Angriff auf Ehe und Familie im christlichen Sinne, Jetzt ist das Vaterland in Gefahr.

Er weiss das ganz genau, denn Norbert Geis sitzt für die CSU im Bundestag. Auch einige Unionsländer wissen um die Gefahr, deshalb klagen sie gegen die Homoehe in Karlsruhe. Denn Ehen, das sei mal klar, werden nur zwischen Männern und Frauen geschlossen.

Norbert Geis, MdB, CSU:
"Wenn dies geändert wird, wenn dies nicht mehr für die Zukunft der Fall wäre, würde ich darin eine Veränderung unserer gesellschaftlichen Verhältnisse von Grund auf sehen."

Und deshalb redet der Mann auch Klartext.

"Die Perversion beim Namen nennen"

Norbert Geis, MdB, CSU:
"Das ist keine normale Lebensform."
Frage: "Wenn es nicht normal ist, warum ist es unnormal?"
"Ja normal, wenn sie von der Norm her gehen, ist die sexuelle Begegnung zwischen Mann und Frau die Norm, aber nicht die sexuelle Begegnung zwischen Gleichgeschlechtlichen. Das ist nicht die Norm. Das ergibt sich ganz klar aus der Statistik."

Und wer das nicht glaubt: Norbert Geis hat es auch aufgeschrieben - zum Nachlesen.

Von Perversion ist da die Rede, von Widernatürlichem und geistiger Verirrung. Harte Worte, aber schliesslich haben die Homos der Ehe den Krieg erklärt, selber schuld. Nur die Reaktionen der Szene findet der Mann nicht angemessen.

Norbert Geis, MdB, CSU:
"Ich habe nicht mit einer solchen Aggressivität gerechnet, es war eine regelrechte Aggressionswelle zu spüren, das ist schon wahr."

Gudrun und Angelika Pannier waren die ersten, die sich in Berlin im letzten Jahr das "Ja-Wort" gaben. Heiraten, so wie es die Heterosexuellen tun, das war lange Zeit ihr Traum. Völlig überflüssig sagt der Vaterlandsverteidiger, denn Homosexuelle sind zu normalem ehelichem Verhalten völlig unfähig.

Norbert Geis:
"weil diese Lebenspartnerschaften auf Promiskuität angelegt sind, das heisst, sie sind, es ist nicht das, was wir Treue nennen in dem Maße vorhanden, sie zerbrechen sehr schnell wieder, das ergibt sich auch aus der Statistik."

Angelika und Gudrun Pannier:
"Für uns war es also einfach ein Teil der dazugehörte, zu unserer Art zusammenzuleben und zu dem füreinander Verantwortung zu übernehmen und füreinander einstehen. Und es auch nach außen hin zu demonstrieren, das es eben nicht einfach so eine zwanglose Gemeinschaft ist, die kommt und geht, sondern das das wirklich die Entscheidung für´s Leben ist."

Zugegeben, in der Bibel, dem Standardwerk aller Verteidiger des christlichen Abendlandes steht kaum etwas über Schwule und Lesben. Und was da nicht drin steht, ist eben nicht normal. Vor allem wie Homos Sex machen ist irgendwie unbefriedigend und das hat Folgen. Für Homo-Sex gilt:

"Der körperliche Kontakt ist höchstgefährlich"

Norbert Geis, MdB, CSU:
"weil die Frustration, jedenfalls in dem, was ich darüber gelesen habe und was sich an wissenschaftlichen Ergebnissen ergibt, oder was vorliegt, diese Lebensform neigt schon zur Frustration. Wir haben zum Beispiel eine hohe Selbstmordrate auch."

Angelika Pannier:
"Ich finde es faszinierend, daß er sich so auf Sexualpraktiken versteift und diesen Punkt auch, das er ein horrendes Interesse entwickelt. Also mir sind die Sexualpraktiken anderer Menschen völlig egal. Hauptsache, ich bin mit meinem Leben und meinem Intimleben zufrieden und glücklich. Also, da muß ich mich doch nicht darüber ereifern, was andere Leute wie, wann, wo tun."
Frage: "Ihnen selber sind Ihre Praktiken noch nie pervers vorgekommen?"
"Nein, eher lustvoll."

Ich finde es faszinierend, daß er sich so auf Sexualpraktiken versteift und diesen Punkt auch, das er ein horrendes Interesse entwickelt. Also mir sind die Sexualpraktiken anderer Menschen völlig egal. Hauptsache, ich bin mit meinem Leben und meinem Intimleben zufrieden und glücklich. Also, da muß ich mich doch nicht darüber ereifern, was andere Leute wie, wann, wo tun."

Norbert Geis, MdB, CSU:
"Die Gleichsetzung mit der Ehe will man als Vehikel benutzen, um die ganz große Normalität dieser Lebensform in unserer Gesellschaft gewissermassen zu installieren, einzuwurzeln."

Tja, und damit haben sie offensichtlich Erfolg. Der Alltag zeigt, die schwul-lesbische Revolution hat sich klammheimlich durchgesetzt.

Angelika Pannier:
"Als wir vom Einkaufen kamen, an der Eckkneipe da saßen, da draussen, weil Sommer war, Bauarbeiter, und ich dachte auch, oh, jetzt geht´s aber los. Es gab auch ein lärmendes Getöse mit Rufen und Pfeifen. Aber die haben uns nicht ausgebuht, sondern uns applaudiert, uns alles Gute gewünscht. Also das sind die Reaktionen der Gesellschaft, die wir bekommen haben."

Norbert Geis kämpft trotzdem weiter, auch wenn der schwul-lesbische Durchmarsch von vielen nicht als ernste Gefahr erkannt wird. Und er hat auch die Mittel dazu, denn Geis ist kein einfacher Bundestagsabgeordneter, der Hüter der heterosexuellen Ordnung ist der rechtspolitische Sprecher der Unionsfraktion.

Mal sehen, vielleicht verschwindet demnächst auch endlich der ganze homoerotische Humbug vom Reichstag - Zeit wäre es.

 


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In 2003:

 


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