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	<title>glbt.israel-live.de &#187; Allgemein</title>
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	<description>Gay Lesbian Bisexual &#38; Transgender in Israeli / Jewish Society</description>
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		<title>Probleme der männlichen homosexuellen Entwicklung</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Apr 2010 14:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Überzeugung, jene Form der Sexualität, die mit bewusst wahrgenommenen gleichgeschlechtlichen Phantasien und einer präferierten oder ausschließlichen Wahl gleichgeschlechtlicher Sexualobjekte einhergeht, sei eine abgegrenzte klinische Entität. hat Ärzten. Psychotherapeuten und Psychoanalytikern über Jahrzehnte hinweg den Blick auf ihre Patienten verstellt&#8230; Von Martin Dannecker in Sexuelle Störungen und ihre Behandlung (Hsg. Volkmar Sigusch, Nikolaus Becker) Aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignleft" src="http://glbt.israel-live.de/wp-content/uploads/2010/05/buch-1.jpg" alt="Sexualmedizin" width="200" height="160" />Die Überzeugung, jene Form der Sexualität, die mit bewusst wahrgenommenen gleichgeschlechtlichen Phantasien und einer präferierten oder ausschließlichen Wahl gleichgeschlechtlicher Sexualobjekte einhergeht, sei eine abgegrenzte klinische Entität. hat Ärzten. Psychotherapeuten und Psychoanalytikern über Jahrzehnte hinweg den Blick auf ihre Patienten verstellt&#8230;<span id="more-38"></span></p>
<p><em>Von Martin Dannecker in Sexuelle Störungen und ihre Behandlung (Hsg. Volkmar Sigusch, Nikolaus Becker)</em></p>
<p>Aber auch auf jene homosexuellen Männer, die wegen ihrer sexuellen Objektwahl nie um therapeutische Hilfe nachsuchten, wirkte sich die mit diesem Konstrukt einhergehende Pathologisierung fatal aus. Weil dieses Konstrukt schon vorzeiten dem engen Bereich der Klinik entsprungen ist und zur allgemeinen Auffassung über Homosexualität avancierte, wurden alle homosexuellen Männer, unabhängig davon, wie sie sich fühlten, wie sie lebten und liebten, als krank angesehen. Sie waren, solange die bloße Präferenz für gleichgeschlechtliche Sexualobjekte als Krankheit oder als Zeichen einer Krankheit galt, gleichsam mit eingespannt in jenen Zirkel, in den die klinische Theorie der Homosexualität über lange Zeit ausweglos verstrickt war.</p>
<p><strong>Der Wille zur Psychopathologisierung</strong></p>
<p>Bis zum Jahr 1973, in dem sich die American Psychiatric Association (APA) zu dem Entschluss durchrang, die Homosexualität zu entpathologisieren und aus dem DSM (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders), dem auch hierzulande zu Rate gezogenen psychiatrischen Krankheitsregister, zu streichen, war die Gleichsetzung von Homosexualität mit Krankheit unter Ärzten, Psychotherapeuten und Psychoanalytikern gängige und kaum kritisierte Lehrmeinung. In den Ausschussdebatten, die der Entscheidung der APA vorausgingen, schwang sich die zirkuläre klinische Lehre über Homosexualität noch einmal zu den ihr eigentümlichen Höhen auf. Eine detaillierte Darstellung und kritische Kommentierung der Ausschussdebatten hat Kenneth Lewes (1988) vorgelegt. Vertreten wurde diese Lehre vor allem von Irving Bieber und Charles W. Socarides, zwei prominenten und mit einschlägigen Publikationen hervorgetretenen Psychoanalytikern. Beide haben in dieser Debatte vehement die Auffassung vertreten, die homosexuelle Objektwahl sei Symptom einer schweren psychischen Störung.</p>
<p>Socarides. der seit dem Erscheinen seiner Monografie „The Overt Homosexual” (1968) neben Bieber als führender psychoanalytischer Theoretiker der Homosexualität galt (vgl. vor allem Bieber et al. 1962), verteidigte seine Überzeugung unter anderem mit seinen jahrzehntelangen klinischen Erfahrungen mit homosexuellen Patienten. Andere als schwer gestörte homosexuelle Männer hat Socarides während dieser Zeit offenbar weder gesehen noch behandelt. Deshalb wollte er auch Sätze wie die folgenden als Essenz seiner klinischen Erfahrung betrachtet haben. Sätze, die aus einer weniger einseitigen klinischen Perspektive freilich nicht anders denn als Verdikt über homosexuelle Männer gelesen werden können: &#8220;Die Homosexualität beruht auf der Furcht vor der Mutter und auf dem aggressiven Angriff gegen den Vater; sie ist voll von Aggression, Destruktion und Selbstbetrug. Es ist eine Maskerade des Lebens… Anstelle von Einigkeit., Kooperation, Trost, Anregung, Bereicherung, gesunder Herausforderung und Erfolg finden wir nur Destruktion, wechselseitige Niederlagen, Ausbeutung des Partners wie der eigenen Person, oralsadistische Inkorporation, aggressive Attacken, Versuche, die Angst zu beschwichtigen, sowie eine Scheinlösung für die aggressiven und libidinösen Impulse, die das Individuum beherrschen und quälen” (Socarides 1971: 22).</p>
<p>Schon an der schäumenden Sprache seiner Monografie lässt sich ablesen, welcher Wille zur Pathologisierung Socarides angetrieben haben muss. Einem solchen Willen muss die mehrfache Begrenztheit der klinischen Erfahrung entgehen. Begrenzt ist diese einerseits durch den banalen Umstand, dass Ärzte und Psychoanalytiker nur über solche Homosexuellen sprechen können, die zu Patienten geworden sind, nicht aber über jene, die nie im Zusammenhang mit ihrer Homosexualität um ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe nachsuchten. Ausschlaggebender für die Beschränktheit der klinischen Erfahrung ist freilich der individuelle „Bias”, der durch die persönlichen Vorlieben und Abneigungen und die theoretischen Vorannahmen des jeweiligen Analytikers gesetzt wird. Die individuelle Zurichtung des Behandlers hat auf die Auswahl der von ihm in Behandlung genommenen Patienten einen entscheidenden Einfluss. Der Auswahl der Patienten durch die Analytiker korrespondiert die keineswegs zufällige Wahl eines bestimmten Analytikers durch die Patienten. Es ist dann auch durchaus wahrscheinlich, dass sich schwer gestörte homosexuelle Patienten solche Psychoanalytiker oder Psychotherapeuten suchen, die psychische Gesundheit mit der Abwesenheit von homosexuellem Verhalten gleichsetzen und es als Ziel einer Behandlung ansehen, die Homosexualität zu beseitigen und den leidenden Homosexuellen zur Heterosexualität zu verhelfen. Die durch solche und andere Voraussetzungen zustande kommende Kanalisierung von Patienten und ihr Einfluss auf die Theoriebildung ist in der bisherigen klinischen Literatur nur sehr unzureichend reflektiert worden.</p>
<p>Es ist aber nicht nur die fehlende Reflexion der Begrenztheit der klinischen Erfahrung, die zu unhaltbaren Generalisierungen führt. Befördert werden solche Generalisierungen durch eine klinische Kultur, in der die Homosexualität als eine substanzielle Kategorie gilt. Weil im Gegensatz dazu die Heterosexualität keine Kategorie darstellt, der irgendetwas Substanzielles anhaftet (vgl. Dannecker 1994. Hirschauer 1992), finden sich auch in der gesamten klinischen Literatur keine entsprechenden Schlüsse aus psychotherapeutischen Behandlungen von heterosexuellen Patienten auf die psychische Verfasstheit heterosexueller Menschen bzw. der Heterosexualität. Würde jemand ernsthaft einen solchen Versuch unternehmen, würde sich im Unterschied zur Homosexualität sogleich das Unhaltbare bzw. im Wortsinne Ver-rückte einer solchen Vorgehensweise zeigen. Jedem würde sofort deutlich werden, dass eine abstrakte Kategorie keine Psyche haben kann. Das gilt selbstverständlich auch für die Homosexualität. Auch sie verfügt nicht über eine Psyche und kann folglich auch nicht mit Aggression, Destruktivität und Selbsttäuschung angefüllt sein. Über solche Eigenschaften können nur Individuen verfügen, und wenn sie das tun, dann stehen diese Eigenschaften nicht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit ihrer sexuellen Objektwahl. Da aber die Homosexualität nun einmal als eine substanzielle Kategorie mit fest zugeschriebenen Qualitäten benutzt wird, ist die Auffassung von Socarides nicht als ver-rückt zu bezeichnen. Sie ist Ausdruck eines immer noch nicht abgetragenen inversen Denkens über Homosexualität.</p>
<p>Die Differenz, welche zwischen der Kategorie Homosexualität und der Kategorie Heterosexualität besteht, drückte sich unter der Herrschaft dieses Denkens im klinischen Alltag größerer psychotherapeutischer Einrichtungen darin aus, dass es als ausreichend angesehen wurde, wenn auf die beiläufige, in einer Pause gestellte Frage &#8220;Was für einen Patienten hast du gerade gesehen?&#8221; als Antwort nicht mehr folgte als ein schlichtes &#8220;Einen Homosexuellen&#8221;. Eine solche Art und Weise der Kommunikation funktioniert nur über das von den Kommunikationspartnern geteilte Vorverständnis über die Substanzialität der Kategorie Homosexualität. Dieses Vorverständnis ermöglicht es ihnen, sich das der Homosexualität an generellen Qualitäten und Eigenschaften Zugeschriebene assoziativ zu vergegenwärtigen. Die vergleichsweise substanzlose Kategorie Heterosexualität verunmöglicht im Falle eines heterosexuellen Patienten eine analoge Verständigung im klinischen Alltag.</p>
<p>Erschwert wurde und wird die Einsicht der Psychoanalyse und der Medizin in die Unnahbarkeit ihrer generellen Psychopathologisierung der Homosexualität zudem noch durch den diesen wissenschaftlichen Branchen eigentümlichen Blick auf die Menschen, der zugleich ein berufliches Erfordernis und eine „deformation professionelle” darstellt. Dieser Blick ist völlig einseitig auf das Erkennen von psychischen oder physischen Störungen konzentriert. Er folgt der allgemeinen Logik ärztlichen und psychotherapeutischen Handelns, die unter der Herrschaft des Gestörten steht. Zwar ist es das Ziel ärztlichen und psychotherapeutischen Handelns, Gesundheit und Ungestörtheit herzustellen. Es gehört jedoch zu den Paradoxien ärztlichen und psychotherapeutischen Handelns, dass es ganz und gar auf Krankes und Gestörtes bezogen bleibt und sich ihm Gesundes und Ungestörtes entzieht. Der dieser Handlungslogik entsprechende Blick ist, weil er auf Alltägliches und Normales nicht eingestellt ist, als psychopathologischer Blick zu bezeichnen. Kenntlich wird diese Optik auch an dem gegenwärtig ablaufenden Gesunderhaltungsdiskurs. Konstitutiv für diesen Diskurs sind Krankheiten, die vermieden werden sollen. Folglich zielt er darauf ab, bei seinen Adressaten ein Bewusstsein für Krankmachendes zu implantieren. Dass Psychoanalytiker an ihren Patienten, seien sie nun heterosexuell oder homosexuell, vornehmlich Gestörtes wahrnehmen und, wenn sie über diese berichten, deren Störungen in den Vordergrund stellen, ist demnach ein nach den Regeln der ärztlichen Kunst ablaufender Vorgang. Der qualitative Umschlag, der aus Patienten mit einer gleichgeschlechtlichen Objektwahl etwas ganz anderes macht als aus jenen mit einer gegengeschlechtlichen, wird bewerkstelligt durch die vorgängige kategoriale Trennung der sexuellen Formen bzw. Orientierungen.</p>
<p>Wo die strikte kategoriale Trennung zwischen Homo-und Heterosexualität klinisches Handeln und Denken organisiert, ist dem Verblendungszusammenhang, welcher der Homosexualität Krankheit und der Heterosexualität Gesundheit supponiert, nicht zu entgehen. Unter solchen Voraussetzungen wird jeder Bericht über die Behandlung eines homosexuellen Patienten zu einem weiteren Scheinbeweis für die vorweg angenommene generelle Pathologie der Homosexualität. Dass es in der Debatte der APA gelungen ist, diesem Verblendungszusammenhang zu entgehen und dem zirkulären Denken auf die Schliche zu kommen, muss angesichts der bis in die Gegenwart hinein virulenten Ambivalenz gegenüber der Homosexualität überraschen. Denn weder die APA-Entscheidung, die Homosexualität aus der Liste der seelischen Störungen zu streichen, noch die seitherige Diskursivierung der Homosexualität als ein vielfältig zerstreutes sexuelles Normalphänomen durch die Sexualwissenschaft, die Soziologie und die aufgeklärtere Öffentlichkeit haben die Pathologisierung der Homosexualität abzutragen vermocht.</p>
<p>Nicht zuletzt innerhalb der Psychoanalyse wurde und wird die Homosexualität als ein spezifisches Krankheitsbild betrachtet. So hat sie beispielsweise Peter Kutter in der von Wolfgang Loch herausgegebenen ..Krankheitslehre der Psychoanalyse” unter dem Rubrum „Sonstige psychiatrische Krank heitsbilder” abgehandelt. Allein diese Systematik tradierte die unhaltbare Pathologisierung der Homosexualität. Daran vermochte auch die der Neuauflage des Jahres 1989 hinzugefügte Vorbemerkung zu dem bisherigen Text nichts zu ändern. Diese wohl als Reflex auf die auch innerhalb der Psychoanalyse vereinzelt vorgetragene Kritik an der Pathologisierung der Homosexualität verfassten Zeilen sind, bringt man sie mit dem Haupttext Kutters zum Thema zusammen, vielmehr beispielhaft für das von Angst, Konventionalität und inkonsistentem Denken gekennzeichnete Verhältnis der Psychoanalyse zur Homosexualität. In der Vorbemerkung wird die generelle Pathologisierung der Homosexualität immer wieder gelockert, allerdings nur, um anschließend erneut bestätigt zu werden. Das in ihr enthaltene Zugeständnis des Autors, &#8211; dass es Menschen gibt, die in freier Entscheidung homosexuell leben, dabei aber ebenso wenig gestört sein müssen, wie sich heterosexuell verhaltende Menschen” (Kutter 1989: 262), erweist sich angesichts der im Hauptteil des Textes aufgestellten Behauptungen und Generalisierungen als bloße Mimikry, mit der unaufmerksame Leser getäuscht werden sollen.</p>
<p>In dem seit der dritten Auflage im Wesentlichen unveränderten Haupttext wurde unter anderem Folgendes ausgeführt: „Wenn wir auch nicht, wie in der zweiten Auflage dieses Beitrags, Ich-Störungen und Objektabhängigkeit des Homosexuellen den zu Schizophrenie disponierten Persönlichkeiten gleichsetzen wollen, so sind wir mit C. W. Socarides [...] der Meinung, dass der Homosexualität zumindest eine narzisstische .Persönlichkeits-Struktur’ zugrunde liegt” (ebd.: 263: Hervorheb. M. D.). Wenn aber der Homosexualität als solcher eine narzisstische Persönlichkeitsstruktur und anderes mehr zugrunde liegt, das Kutter freilich im Dunkeln lässt, dann ist das für die Psychoanalyse gleichbedeutend mit einer mit der Homosexualität verschwistertcn Pathologie. Anders hat Socarides, auf den sich Kutter stützt, auch nicht argumentiert. Wäre das aber so, dann könnte es die ungestörten Homosexuellen, die Kutter sich in seiner Vorbemerkung vom Zeitgeist abringen ließ, nicht geben.</p>
<p>In der neuesten, im Jahr 1999 erschienenen Auflage des von Loch begründeten Lehrbuchs erfährt die Homosexualität einen bemerkenswerten Umschwung. In dem jetzt von Kutter gemeinsam mit Thomas Müller verfassten Kapitel „Psychoanalyse der Psychosen und Persönlichkeitsstörungen” kommt die Homosexualität nicht mehr vor. Allerdings fehlt auch eine Auseinandersetzung mit der bisher von Kutter vertretenen psychopathologisierenden Theorie. Das Problem Homosexualität wurde sozusagen zum Verschwinden gebracht. Gleichzeitig wird durch die fehlende Auseinandersetzung mit der bisher in diesem Kapitel vertretenen Auffassung der Eindruck erweckt, als ob es für Kutter nie eines gewesen wäre, eine Umgangsweise, die dem Abwehrmechanismus des Ungeschehenmachens gleicht. Die obsolete und seit ihren Anfängen mit den gesellschaftlichen Normalitätsvorstellungen paktierende Psychopathologisierung der Homosexualität bleibt der psychoanalytischen Lehre gleichwohl erhalten. Abzulesen ist das an dem in die aktuelle Auflage neu aufgenommenen Kapitel „Die psychoanalytische Krankheitslehre bei Kindern und Jugendlichen” von Alex Holder. In diesem wird die Homosexualität aus der Perspektive von Jugendlichen thematisiert und systematisch und theoretisch in der bis zur vorletzten Auflage des Lochschen Lehrbuchs von Peter Kutter vertretenen Weise abgehandelt.</p>
<p>Angesichts solcher Merkwürdigkeiten stellt sich die Frage, warum sich unter den psychologischen Schulen gerade die Psychoanalyse so schwer damit tut, sich von der Psychopathologisierung der Homosexualität zu verabschieden. Neben vielen anderen Gründen hat das auch einen wissenssoziologischen Grund. Die Psychoanalyse verfügt unter den psychologischen Schulen über den ausgefeiltesten Korpus psychopathologisierender Theorien der Homosexualität. An diesen schließen Autoren und Autorinnen, die wenig oder keine Erfahrung mit der Behandlung homosexueller Patienten haben, immer wieder an und schreiben mehr oder weniger ungebrochen die schlechte psychoanalytische Tradition &#8220;Pathologisierung der Homosexualität&#8221; fort. Auf Freud kann sich diese nicht berufen, denn dieser war, wie sich schon in den &#8220;Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie&#8221; zeigt, in dieser Frage zeitlebens ambivalent (Dannecker 2006).</p>
<p><strong>Ein frühes Selbstbild der Homosexuellen</strong></p>
<p>Weiter oben war beiläufig die Rede von der Homosexualität als einem vielfältig zerstreuten sexuellen Normalphänomen. Das konnte so verstanden werden, als ob es unter den gegenwärtigen Bedingungen keinen Unterschied mehr mache, ob einer homosexuell oder heterosexuell ist. Gewiss wird gegenwärtig in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen zwischen einem erwachsenen heterosexuellen und einem erwachsenen homosexuellen Mann weniger scharf unterschieden als noch vor einigen Jahrzehnten. Die weniger scharfe Akzentuierung der Grenzen zwischen heterosexuellen und homosexuellen Lebensformen, zwischen erwachsenen heterosexuellen und erwachsenen homosexuellen Männern kann Jedoch nicht über die unterschiedlichen lebensgeschichtlichen Erfahrungen von jemandem, der homosexuell, und jemandem, der heterosexuell geworden ist, hinwegtäuschen. Gemeint sind damit nicht die selbstverständlichen lebensgeschichtlichen Differenzen, die sich aus den jeweils unterschiedlichen Biografien ableiten lassen, sondern Differenzen, die insofern allgemeiner sind, als sie sich nicht von der Entwicklung zur Homosexualität bzw. Heterosexualität und den stereotypen gesellschaftlichen Reaktionen auf diese ablösen lassen.</p>
<p>Im Folgenden möchte ich den Versuch machen, eine Phase in der Entwicklung des homosexuellen Mannes zu beschreiben, die mit differenten Erfahrungen einhergeht und zu einem konflikthaften Selbsterleben führen kann. Diese Phase ist nicht zuletzt deshalb von zentraler Bedeutung, weil sie das Verhältnis der homosexuellen Männer zu ihrer Sexualität und &#8211; vermittelt darüber &#8211; zu sich selbst nachhaltig beeinflusst. Die Vorgänge, die ich darstellen möchte, hängen zwar eng mit der homosexuellen Entwicklung und den gesellschaftlichen Reaktionen auf sie zusammen. Schwierigkeiten, sie als spezifisch für die Entwicklung homosexueller Männer nachzuvollziehen, dürften sich jedoch dadurch ergeben, dass sie in der lebensgeschichtlichen Phase, in der sie ablaufen, nicht als mit der homosexuellen Entwicklung im Zusammenhang stehend erlebt werden. Das unterscheidet diese Phase der homosexuellen Entwicklung von jener markanten, frühestens in der Pubertät einsetzenden, als Coming-out bezeichneten Entwicklungsphase. Während des Coming-out, so wurde bisher angenommen, wird die Homosexualität zum ersten Mal bewusstseinsfähig und offenbar. Gleichzeitig kommt es wählend des Coming-out zur ersten Konfrontation der homosexuellen Triebwünsche mit der sozialen Umgebung, in der der Homosexuelle lebt, und zu ersten gezielten Reaktionen dieser sozialen Umgebung auf seine Homosexualität (vgl. Dannecker u. Reiche 1974: 23 ff}- In dieser Phase geht es ferner, wie das Fritz Morgenthaler (1980: 359) ausdrückte, um die „direkte Konfrontation der Homosexualität [...] mit dem verinnerlichten Bild der eigenen Person”.</p>
<p>Um einen prägnanten Teil dieses verinnerlichten Bildes, mit dem der homosexuelle Mann ins Coming-out eintritt, und um die Periode der Konturierung dieses inneren Bildes soll es im Folgenden gehen. Dass es entscheidend von diesem Bild abhängt, wie das Coming-out verläuft und erlebt wird, ist daran abzulesen, dass diese Phase der homosexuellen Entwicklung gegenwärtig kaum weniger konflikthaft erlebt wird, als das Anfang der 1970er Jahre der Fall war. Die Vermutung, dass durch die Veränderungen der gesellschaftlichen Stellung des homosexuellen Mannes und die strukturellen gesellschaftlichen Veränderungen der Sexualität diese als identitätsstiftender Faktor ausgedient habe und sich das Coming-out gleichsam auflöse (vgl. Hegener 1992). lässt sich nach meinen klinischen Erfahrungen und nach eigenen, bisher unveröffentlichten empirischen Resultaten nicht bestätigen. Immer noch fällt es den Homosexuellen im Coming-out schwer, ihre Sexualität ohne Konflikte anzunehmen, und das auch dann, wenn sie meinen oder zu wissen glauben, dass ihre signifikanten Anderen (z. B. ihre Eltern) homosexuelle Männer nicht ablehnen.</p>
<p>Eine Vorahnung von den Konturen des Bildes, mit dem in das Coming-out eingetreten wird, und zugleich von der Periode der Internalisierung dieses Bildes vermitteln die Erzählungen homosexueller Männer über den Anfang ihrer Homosexualität. Sie berichten von lange vor der Pubertät aufgetretenen Schwärmereien für oder gar Verliebtheiten in Männer bzw. ältere oder gleichaltrige Jungen. Und sie erinnern sich häufig an das prägnante Gefühl, „schon immer anders als andere Jungen gewesen zu sein”. Solche Erinnerungen reichen normalerweise bis in die ödipale Phase zurück. Referenz für ihr Gefühl des Andersseins ist das jeweils geläufige Stereotyp von Jungenhaftigkeit. Folglich wird dieses Gefühl an ganz handfesten Differenzen zwischen dem Verhalten gleichaltriger Geschlechtsgenossen und ihrem eigenen Verhalten im Kindes- und frühen Jugendalter festgemacht. Während jene vergnügt mit ihren Vätern oder mit anderen Jungen Fußball spielten, ihrem Vater begeistert bei irgendwelchen im Haus anfallenden Reparaturen halfen, mit anderen Jungen rauften und grob mit diesen umgingen, hielt sich der werdende Homosexuelle aus solchen Aktivitäten möglichst heraus. Diese gleichsam negative Referenz zu den kulturellen Manifestationen von Männlichkeit wird nicht selten durch eine positive Referenz zu den kulturellen Manifestationen von Weiblichkeit ergänzt. Nicht dass der prähomosexuelle Junge unbedingt mit Puppen spielte oder dies wünschte, obwohl auch das gar nicht so selten ist. Lieber als an den als typisch männlich geltenden Aktivitäten hat er sich jedoch an dem. was als typisch weiblich gilt, beteiligt und/oder sich in Weibliches hineinphantasiert.</p>
<p><strong>Das Problem mit der Weiblichkeit</strong></p>
<p>Geschichten solchen oder ähnlichen Inhalts, die, in unterschiedlicher Abstufung, zwischen einer reduzierten Begeisterung für typisch Jungenhaftes bzw. Männliches und einer heftigen Abneigung gegen die mit Männlichkeit verknüpften Aktivitäten oszillieren und die zugleich eine Affinität für mit Weiblichkeit verbundene Tätigkeiten und Phantasien erkennen lassen, sind von homosexuellen Männern so oft zu hören, dass sie als typisch für prähomosexuelle Jungen angesehen werden können. Alan P. Bell, Martin S. Weinberg und Sue K. Hammersmith haben in einer empirischen Studie von homosexuellen und heterosexuellen Männern und Frauen die Konformität mit geschlechtsspezifischen Aktivitäten und Wünschen während der Kindheit rekonstruiert. Dabei haben sie den Kindheitsroman der homosexuellen Männer im Wesentlichen wiedergefunden. Zusammenfassend stellen sie fest: &#8220;Im allgemeinen bestätigen unsere Ergebnisse die anderer Untersuchungen, dass nämlich prähomosexuelle Jungen weniger &#8216;maskulin&#8217; als prähetero-sexuelle Jungen sind, zumindest was ihre Selbsteinschätzung anbelangt” (Bell et al. 1981: 93}. Zeigen konnten diese Autoren ferner, dass eine „mangelnde Geschlechtskonformität” während des Heranwachsens außerordentlich stark mit der Homosexualität des Erwachsenen verknüpft war (ebd.: 92).</p>
<p>„Mangelnde Geschlechtskonformität” während der frühen Kindheit scheint demnach bei Jungen den Rang eines Prädiktors der späteren Homosexualität zu haben (vgl. hierzu auch die kulturvergleichenden Studien an homosexuellen Männern von Whitam 1980 sowie Whitam u. Zent 1984). In diese Richtung deuten auch die von Richard Green (1987) publizierten Ergebnisse einer Follow-up-Studie von im Kindesalter auffällig femininen Jungen. In dieser Studie von 44 Jungen im Alter zwischen vier und zwölf Jahren mit „extensivem Cross-gcnder behavior zeigte sich, „dass drei Viertel nach einem Follow-up von 15 Jahren homosexuell oder bisexuell waren. Dagegen war nur einer der 35 Jungen, deren frühes Verhalten konventionell männlich war, später bisexuell” (Green 1992: 53).</p>
<p>Seite 58</p>
<p><a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3131039434">Sexuelle Störungen und ihre Behandlung</a> &#8211; von Volkmar Sigusch, Nikolaus Becker &#8211; 2006 &#8211; Psychology &#8211; 390 Seiten<br />
sehr zu empfehlendes Grundlagenbuch zu Sexualmedizin und Psychotherapie.</p>
<p>Folgende in der Praxis vorkommenden Probleme werden ausführlich behandelt: Partnerschaftskonflikte und sexuelle Funktionsstörungen; konflikthafte heterosexuelle, homosexuelle, perverse und transsexuelle Entwicklungen; Geschlechtsidentitätsstörungen im Kindes- und Jugendalter; sexueller Mißbrauch, sexuelle Gewalt, Sexualdelinquenz. Körpermedizinische Verfahren (Schwellkörper-Autoinjektionstherapie, Antihormon-Behandlung u.ä.) werden ebenso erörtert wie alle relevanten psychotherapeutischen Verfahren.</p>
<p>Volkmar Sigusch ist Direktor des Instituts für Sexualwissenschaft der Universität Frankfurt am Main. Er ist heute einer der angesehensten Sexualwissenschaftler und gilt als Pionier der deutschen Sexualmedizin und Begründer der Kritischen Sexualwissenschaft. Sein Lehrbuch “<a href="http://astore.amazon.de/buchundjudenhaga/detail/3131039434">Sexuelle Störungen und ihre Behandlung</a>” gilt als Standardwerk der Sexualmedizin und Psychotherapie.</p>


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		<title>Christian Homophobia Ltd. Import &#8211; Export</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 19:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Fundamentalistische Christen aus den USA schüren Homophobie in Afrika. Und fundamentalistische Christen aus Afrika unterstützen ihre homophoben US-Kollegen im Kampf gegen die zunehmende Akzeptanz von Homosexualität in den USA&#8230; von William Hiscott Wenn westliche Kritiker Homophobie in Afrika oder anderen ehemals kolonialisierten Regionen anprangern, wird ihnen seitens postkolonial geschulter Fans autochthoner Stammesgesellschaften gern entgegengehalten, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Fundamentalistische Christen aus den USA schüren Homophobie in Afrika. Und fundamentalistische Christen aus Afrika unterstützen ihre homophoben US-Kollegen im Kampf gegen die zunehmende Akzeptanz von Homosexualität in den USA&#8230;<span id="more-108"></span></p>
<p><em>von William Hiscott</em></p>
<p>Wenn westliche Kritiker Homophobie in Afrika oder anderen ehemals kolonialisierten Regionen anprangern, wird ihnen seitens postkolonial geschulter Fans autochthoner Stammesgesellschaften gern entgegengehalten, die Homophie habe mit der vermeintlich ursprünglichen Kultur dort nichts zu tun und sei bloßes Importgut westlicher Kolonialisten. Wie immer bedient man sich gern der Erklärung: Der Westen ist schuld!</p>
<p>So schräg das Argument verwendet wird, da es den Opfern homophober Gewalt in Afrika und anderswo kaum weiterhilft, wenn westliche Schwulenrechtler die Kritik an homophoben Kolonialisierten einstellen, es ist nicht komplett falsch. »Durch die Verbreitung ihrer Ansichten und die Finanzierung von Infrastruktur spielen konservative US-Evangelikale eine starke Rolle bei der Förderung der Homophobie in Afrika«, re­sümiert Kapya Kaoma in seiner jüngst veröffentlichten Studie mit dem Titel »Globalizing the Culture Wars«, die die verstärkte, explizit gegen Homosexualität gerichtete globale Missionstätigkeit von fundamentalistischen Christen aus den USA untersucht. In der von der Organisation Political Research Associates herausgegebenen Studie zeigt der Autor, ein Pastor aus Zambia, wie die homophobe Agenda des US-amerikanischen Kulturkriegs nach Afrika exportiert wird. Etwa durch die Aktivitäten des »Institute on Religion and Democracy« (IRD), einer christlich-konservativen Missionsallianz protestantischer Kirchen, oder durch die evangelikalen »Abiding Truth Ministries«, deren Präsident Scott Lively direkt in die laufende Debatte über die Kriminalisierung von Homosexuellen in Uganda eingreift. Diese Missionsorganisationen stellen Homosexualität als ein säkulares, westliches Phänomen dar, das weder mit dem Christentum noch mit den traditionellen afrikanischen Werten vereinbar sei.</p>
<p>Doch Kapya Kaoma beschreibt keinen einseitigen neokolonialen Transfer US-amerikanischer Schwulenfeindlichkeit nach Afrika. Denn umgekehrt spielen auch fundamentalistische Pastoren und Bischöfe aus Afrika im Kulturkrieg innerhalb der USA eine wichtige Rolle, indem sie dort als die vermeint­lichen Repräsentanten Afrikas als neuem, dynamisch wachsendem Zentrum des Christentums auftreten, um ihre homophoben Kollegen in den USA in innerkirchlichen Kämpfen zu unterstützen. Denn dass unter den Presbyterianern, Methodisten und Lutheranern die Akzeptanz von Homosexuellen sowohl als gute Christen wie auch als Pastoren langsam wächst, missfällt den Konservativen. Ein Beispiel für solche Zusammenarbeit zwischen homophoben afrikanischen und homophoben amerikanischen Christen in diesen innerkirchlichen Kämpfen ist der Konflikt innerhalb der anglikanischen Kommunion über die Berufung homosexueller Bischöfe. Dieser Streit ging so weit, dass sich im vergangenen Jahr einige afrikanische Kirchengemeinschaften zusammen mit konservativen US-Gemeinden von der weltweiten anglikanischen Kommunion abspalteten.</p>
<p>Für die Homosexuellen in Afrika sind die Auswirkungen dieser transkontinentalen Zusammenarbeit homophober Christen katastrophal. Doch der Kulturkrieg geht weit über Afrika hinaus, er reicht so weit wie das Christentum, das eine Weltreligion ist. Der evangelikalische Aktivist Scott Lively unterstützt auch in Osteuropa, Russland, Asien und Südamerika Bestrebungen, Homosexualität zu kriminalisieren.</p>
<p>Dass die protestantischen Kirchen und Evangelikalen in den USA der Drehpunkt innerhalb dieses globalen christlich-fundamentalistischen Netzwerks sind, hat verschiedene Gründe. Seit langem sind die USA das Zentrum der protestantischen Welt, die Kirchen in den USA prägen die weltweite protestantische Missionstätigkeit. Dass homophobe US-amerikanische Christen ihren Kulturkrieg jedoch verstärkt im Ausland führen, könnte ein Hinweis darauf sein, dass sie daheim an Boden verlieren. Selbst in den kirchlichen Kreisen der USA scheint der Einfluss der Schwulenhasser langsam zu schwinden. Dass die homophoben Anhänger des Christentums ihren Fokus immer mehr auf die wachsenden christlichen Gemeinden wie die in Afrika und Asien richten, liegt offenbar daran, dass sich Homophobie dort noch erfolgreich propagieren lässt.</p>
<p>Ersch. in der Reihe &#8220;<a href="http://jungle-world.com/thema/">Wer hat Angst vor&#8217;m schwulen Mann?</a>&#8221;<br />
Homophobie in Afrika</p>
<p><a href="http://jungle-world.com/artikel/2010/14/40681.html">jungle-world.com</a></p>


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		<title>Der neue Hass auf Homosexuelle: &#8220;Schwule Sau!&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 18:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Madeleine schreibt ihrer besten Freundin in einem Brief, dass sie nicht wisse, was mit ihr los sei: Sie verliebe sich immer nur in Mädchen. Am nächsten Morgen hängt ihr Brief &#8211; vielfach kopiert &#8211; an den Wänden der Schule&#8230; Ein Film von Christina Zühlke. Im WDR am Montag, 12. April 2010, 22.00 &#8211; 22.45 Uhr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2010/0412/img/madeleine_400x300.jpg"><img class="alignright" src="http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2010/0412/img/madeleine_400x300.jpg" alt="Madelaine" width="320" height="240" /></a>Madeleine schreibt ihrer besten Freundin in einem Brief, dass sie nicht wisse, was mit ihr los sei: Sie verliebe sich immer nur in Mädchen. Am nächsten Morgen hängt ihr Brief &#8211; vielfach kopiert &#8211; an den Wänden der Schule&#8230;<span id="more-106"></span></p>
<p><em>Ein Film von Christina Zühlke. Im WDR am Montag, 12. April 2010, 22.00 &#8211; 22.45 Uhr und Donnerstag, 15. April 2010, 14.15 &#8211; 15.00 Uhr.</em></p>
<p>„Die Leute haben mich angeguckt wie ein Stück Dreck. Und so habe ich mich auch gefühlt“, sagt Madeleine. In Studien geben immer mehr Jugendliche an, Schwule und Lesben eklig zu finden. „Schwul“ und „Schwuchtel“ sind wieder zu Standard-Schimpfwörtern auf deutschen Schulhöfen geworden. Lehrer sagen entschuldigend: Das sei ja nicht so gemeint.</p>
<p>Doch schwule Jungs und lesbische Mädchen spüren längst das neue Klima von Hass und Intoleranz. Outing an der Schule kommt fast nicht mehr in Frage. Mit Abschottung oder Lügengeschichten versuchen die Jugendlichen, bloß nicht aufzufallen. Jahrelang schien gerade bei jungen Menschen die Toleranz gegenüber Homosexuellen stetig zu wachsen. Doch nun erleben junge Schwule und Lesben immer häufiger Beschimpfungen und Gewalttätigkeiten.</p>
<p>Fast jeder zweite schwule Mann in Berlin habe Erfahrung mit Gewalt.</p>
<p>die story zeigt, was passieren kann, wenn verbale Gewalt nicht schon auf dem Schulhof unterbunden wird: „Es gibt eine regelrechte Schwulen-Hatz“, sagt Bastian Finke von der Opferberatung in Berlin. Fast jeder zweite schwule Mann in Berlin habe Erfahrung mit Gewalt.</p>
<p>Das Filmteam von &#8220;die story&#8221; begleitet Jugendliche zurück zu ihren ersten Erfahrungen mit Schwulenhass, in ihre Heimatorte, die Kirche und vor allem die Schule und erlebt vor laufender Kamera neue Angriffe und Beschimpfungen.</p>
<p><a href="http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2010/0412/index.jsp">http://www.wdr.de/tv/diestory/sendungsbeitraege/2010/0412/index.jsp</a></p>


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		<title>“Behandlung” von Homosexualität immer noch Therapieprogramm</title>
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		<pubDate>Mon, 04 May 2009 20:31:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://glbt.israel-live.de/2009/05/pharmacon-net-%c2%bb-%e2%80%9cbehandlung%e2%80%9d-von-homosexualitat-immer-noch-therapieprogramm/</guid>
		<description><![CDATA[“Behandlung” von Homosexualität immer noch Therapieprogramm Therapeuten bieten immer noch Behandlungen von Homosexualität an. Eine nicht unbedeutende Minderheit hat auf Anfrage zugesagt, zumindest einem Patienten dabei zu helfen seine schwulen oder lesbischen Gefühle zu “verringern”… Haltung scheint sich seit Jahrzehnten nicht verändert zu haben An der in BMC Psychiatry veröffentlichten Befragung nahmen 1.400 Therapeuten teil. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Behandlung” von Homosexualität immer noch Therapieprogramm  Therapeuten bieten immer noch Behandlungen von Homosexualität an. Eine nicht unbedeutende Minderheit hat auf Anfrage zugesagt, zumindest einem Patienten dabei zu helfen seine schwulen oder lesbischen Gefühle zu “verringern”…<span id="more-33"></span></p>
<p><strong>Haltung scheint sich seit Jahrzehnten nicht verändert zu haben</strong></p>
<p>An der in <a href="http://www.biomedcentral.com/bmcpsychiatry">BMC Psychiatry</a> veröffentlichten Befragung nahmen 1.400 Therapeuten teil. Laut dem Team um Michael King vom University College London http://www.ucl.ac.uk handelten viele in “bester Absicht”.</p>
<p>Nur vier Prozent der Befragten gaben an, dass sie versuchen würden die sexuelle Orientierung eines Menschen zu verändern. Wurden sie gefragt, ob sie helfen würden die homosexuellen Gefühle zu dämpfen, sagten immerhin 17 Prozent, also einer von sechs Therapeuten, zu. Diese Haltung scheint sich seit Jahrzehnten nicht verändert zu haben. “Selbstverständlich ist es in Ordnung, wenn ein Therapeut einem Menschen hilft, der ihn darum ersucht. Allerdings sollte diese Hilfe auf wirksamen Therapien beruhen, die ihm helfen seine Probleme zu erkennen und sich in einer Situation zurechtzufinden”, betonte King. Es sei heute bekannt, dass alle Versuche die sexuelle Orientierung eines Menschen zu verändern extremes Leiden verursachen können. “Für uns war es äußerst besorgniserregend, dass es immer noch eine nicht unbedeutende Minderheit gibt, die das in bester Absicht zu ignorieren scheint.”</p>
<p>Das Royal College of Psychiatrists http://www.rcpsych.ac.uk erklärte laut BBC, dass homosexuelle Menschen ein Recht auf den Schutz gegen Therapeuten haben, die ihnen möglicherweise mehr schaden als helfen. Das gelte vor allem für jene, die vorgeben die sexuelle Orientierung verändern zu wollen. In Amerika gab es eine hitzige Debatte über die “Heilung” von Homosexualität.</p>
<p>Die American Psychiatric Association (APA) http://www.psych.org forderte alle ethisch denkenden Therapeuten auf, keine Versuche zu machen die sexuelle Orientierung eines Menschen beeinflussen zu wollen. Es gibt dennoch Organisationen, die sowohl für das Recht eines Menschen eintreten, sich behandeln zu lassen als auch für das Recht der Therapeuten eine Behandlung anzubieten. Sie verweisen auf eine Studie von Robert Spitzer, der 2001 davon ausging, dass eine Therapie sehr wohl eine Veränderung bringen könne. Der Psychiater war allerdings auch dafür eingetreten, dass die Association Homosexualität von der Liste psychischer Erkrankungen streichen soll.</p>
<p><a href="http://www.pharmacon.net/2009/04/homosexualitaet/">Quelle: Pharmacon Net » “Behandlung” von Homosexualität immer noch Therapieprogramm</a></p>


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		<title>Araber und Vatikan dagegen: UN will Homosexuelle besser schützen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2008 10:40:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch immer werden Menschen wegen ihrer Homosexualität verfolgt. Nun fordern 66 Ländern von der UN einen besseren Schutz. Widerstand kommt aus den arabbischen Staaten und dem Vatikan&#8230; Gut ein Drittel der UN-Mitgliedsländer haben am Donnerstag eine Intitiative gestartet, mit der Homosexuelle weltweit vor Strafverfolgung geschützt werden sollen. Die Erklärung der Homosexuellen-Rechte wurde der UN-Vollversammlung durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Noch immer werden Menschen wegen ihrer Homosexualität verfolgt. Nun fordern 66 Ländern von der UN einen besseren Schutz. Widerstand kommt aus den arabbischen Staaten und dem Vatikan</strong>&#8230;</p>
<p>Gut ein Drittel der UN-Mitgliedsländer haben am Donnerstag eine Intitiative gestartet, mit der Homosexuelle weltweit vor Strafverfolgung geschützt werden sollen. Die Erklärung der Homosexuellen-Rechte wurde der UN-Vollversammlung durch den argentinischen UN-Botschafter Jorge Arguello vorgelegt. Die Initiative wird von 66 der 192 Staaten der UN mitgetragen. Von mehreren arabischen Staaten und vom Vatikan wird sie abgelehnt.</p>
<p><a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/444/452152/text/">sueddeutsche.de &#8211; Politik</a></p>


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		<title>&#8220;Groesste GLBT-Tanzparty&#8221; in Prag</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 14:10:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[In der tschechischen Hauptstadt Prag soll Mitte September &#8220;die bisher groesste Homosexuellen-Tanzparty Europas&#8221; stattfinden. Fuer die Veranstaltung &#8220;Mr. Circuit 2004&#8243; vom 16. bis 19. September erwarte man &#8220;mehrere tausend Schwule und Lesben&#8221; vor allem aus Deutschland, Oesterreich und England in der Moldau-Metropole, sagte der Sprecher der im thueringischen Erfurt ansaessigen Organisation &#8220;egayworld&#8221;, Alan Clark, am [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In der tschechischen Hauptstadt Prag soll Mitte September &#8220;die bisher groesste Homosexuellen-Tanzparty Europas&#8221; stattfinden. Fuer die Veranstaltung &#8220;Mr. Circuit 2004&#8243; vom 16. bis 19. September erwarte man &#8220;mehrere tausend Schwule und Lesben&#8221; vor allem aus Deutschland, Oesterreich und England in der Moldau-Metropole, sagte der Sprecher der im thueringischen Erfurt ansaessigen Organisation &#8220;egayworld&#8221;, Alan Clark, am Freitag der dpa in Prag&#8230;<span id="more-13"></span></p>
<p>Hauptveranstaltungsort werde das Messegelaende &#8220;Vystaviste&#8221; und Partner der Musiksender MTV sein, hiess es.</p>
<p>Rainbow Tours holt dich ab und bringt dich wieder zurück vom Mr. Circuit Party Weekend in Prag</p>
<p>Verreise ohne Stress und Sorgen. Rainbow Tours holt dich ab und bringt dich wieder zurück vom Mr. Circuit Party Weekend in Prag. Triff dich im Bus schon vor der Party mit den heißesten Typen aus deiner Stadt, die das selbe Ziel haben wie du.<br />
Die Mr. Circuit Party Weekend Busse fahren von</p>
<p>Berlin &#8211; Leipzig &#8211; Hamburg &#8211; Hannover &#8211; Köln &#8211; Frankfurt &#8211; Mannheim &#8211; Stuttgart &#8211; München und weitere nach Vereinbarung nach Prag.</p>
<p>Rainbow Tours hat &#8220;All-Inclusive-Super-Saving-Pakete&#8221; zusammengestellt. Im Preis enthalten sind natürlich der Bustrip, Übernachtungen und Frühstück.</p>
<p> </p>


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		<title>Hoffnung in Tschechien</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 14:08:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Osten wird rosa: Die Schwulen und Lesben in Osteuropa bewegen sich zwischen Übergriffen von Rechtsextremen, einem Leben im Geheimen und einem sanften Coming Out. Aktuelle Momentaufnahmen aus fünf Staaten des ehemaligen Ostblocks&#8230;Die tschechische Republik hat seit dem Jahr 1961 ein Gesetz, in dem steht, dass Homosexualität legal sei und Homosexuelle nicht diskriminiert werden dürften. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Osten wird rosa: Die Schwulen und Lesben in Osteuropa bewegen sich zwischen Übergriffen von Rechtsextremen, einem Leben im Geheimen und einem sanften Coming Out. Aktuelle Momentaufnahmen aus fünf Staaten des ehemaligen Ostblocks&#8230;<span id="more-12"></span>Die tschechische Republik hat seit dem Jahr 1961 ein Gesetz, in dem steht, dass Homosexualität legal sei und Homosexuelle nicht diskriminiert werden dürften. Mit einer Ausnahme: Der homosexuelle Geschlechtsverkehr ist erst ab 18 Jahren legal, während die Grenze für Heteros bei 15 Jahren liegt. Damals war das Gesetz sehr fortschrittlich, trotzdem standen die Schwulen im Staatssozialismus oft unter der Beobachtung der tschechischen Staatssicherheit und ihre Rechte wurden auf unterschiedlichste Weise beeinträchtigt.</p>
<p>Erst nach der Wende wurden verschiedene Schwulenvereine bzw. -initiativen gegründet, und man begann langsam, in den Medien und generell in der Öffentlichkeit über diese Thematik zu sprechen. Doch viele Jahre lang ist es nur bei Worten geblieben. Und auch heute noch hat die tschechische Republik kein Gesetz, das gleichgeschlechtliche Partnerschaften regelt, obwohl es seit 1990 mehrere Initiativen dafür im tschechischen Parlament gegeben hat.</p>
<p>Die strikteste Gegnerin einer solchen registrierten Partnerschaft ist die Christliche Demokratische Union &#8211; Tschechische Volkspartei (KDU-CSL), die sich auf die Unterstützung von etwa acht bis zehn Prozent der Bevölkerung berufen kann. Ihre Abgeordneten reagierten geradezu hysterisch, als im tschechischen Parlament der Vorschlag für ein Gesetz zu registrierten Partnerschaften zwischen Schwulen bzw. Lesben gemacht wurde. Ein Abgeordneter der Partei verstieg sich dazu, in seiner Parlamentsrede Schwule als »Schweine« zu bezeichnen und ihre Handlungen als »entartet«.</p>
<p>Der Einfluss dieser schwer homophoben Partei wird noch dadurch verstärkt, dass eine tschechische Regierung ohne die KDU-CSL als »Partei der Mitte« derzeit kaum vorstellbar ist. Mit Ausnahme der Zeit von 1998 bis 2002 sitzt diese Partei seit 1945 in jeder tschechischen Regierung. Die mit ihr eng verbundene katholische Kirche zählt ebenso zu den vehementen Gegnern jeder gleichgeschlechtlichen Partnerschaft. Der tschechische Erzbischof Miloslav Vlk kommentierte die Tatsache, dass zwei Homosexuelle in einer Kirche in Prag eine illegale Hochzeit abgehalten hatten, mit den Worten: »Die haben die Kirche entweiht, wir müssen sie wieder neu weihen.«</p>
<p>Auch in der bürgerlich-konservativen Partei Tschechiens (ODS) gibt es strikte Gegner jeder Homosexualität. Ihr Vorsitzender Mirek Topolanek etwa erklärte: »Ich akzeptiere eine homosexuelle Partnerschaft nicht als Familie. Eine Familie, das bedeutet für mich: Papa, Mama und Kinder.« Ein anderer Abgeordneter der ODS bezeichnete Homosexualität als »ansteckende Krankheit« und warnte davor, dass »bis 43 Prozent der männlichen Population in Tschechien« gefährdet seien. Auch der Staatspräsident und Ehrenvorsitzende der ODS, Vaclav Klaus, gilt als Gegner der registrierten Partnerschaft, obwohl er zu vermeiden versucht, sich zu diesem Thema zu äußern. Er reagiert bei heiklen Fragen immer mit großer Vorsicht.</p>
<p>Auch die öffentliche Meinung in Tschechien ist gespalten. Für die registrierte Partnerschaft ist etwa die Häfte der Bevölkerung, dagegen sind rund 30 Prozent. Die Initiativen in den letzten Jahren fanden aber auch die Unterstützung von bekannten Persönlichkeiten aus Kultur, Kunst und Medien. Obwohl sich immer noch kein Politiker in Tschechien zu seiner Homosexualität bekannt hat, ist der Trend zu einer größeren Toleranz nicht zu übersehen. Und so hat eine neuerliche Gesetzesinitiative zur registrierten gleichgeschlechtlichen Partnerschaft, die derzeit im tschechischen Parlament vorliegt, tatsächlich erstmals reale Chancen, verwirklicht zu werden.</p>
<p>stanislav holubec, prag</p>


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		<title>Pure Site: Pink News From Jerusalem</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 14:07:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[About seven months ago Hebrew University (HU) began blocking access from its computer labs to certain websites. Using a piece of software symbolically called &#8220;PureSite,&#8221; HU clamed that it was trying to block &#8220;pornography&#8221;. &#8230;Freedom of research in Jerusalem: Jerusalem Open House (JOH) forces Hebrew U to stop blocking gay websitesRegardless of the intentions of [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>About seven months ago Hebrew University (HU) began blocking access from its computer labs to certain websites. Using a piece of software symbolically called &#8220;PureSite,&#8221; HU clamed that it was trying to block &#8220;pornography&#8221;. &#8230;<span id="more-11"></span>Freedom of research in Jerusalem:<br />
Jerusalem Open House (JOH) forces Hebrew U to stop blocking gay websitesRegardless of the intentions of this censorship, the result was that a wide array of sites were blocked, including sites with safe-sex information, sites dealing with breast cancer, gay info and research sites, the website of The Other 10% (HU&#8217;s own gay and lesbian student union!), and also the new JOH website.<br />
Ever since discovering about this outrage, the JOH and The Other 10% engaged HU in an attempt to stop this censorship. Advocates Dori Spivak (from the legal assistance clinic at Tel Aviv University) and Danny Savitch (JOH legal advisor and Board Member) negotiated the situation, emphasizing how the censorship amounts to discrimination against HU&#8217;s LGBT student population. One step before pursuing the matter in the courts, Hebrew University backed down and has removed the blocking software from their computers.<br />
PsycholoGAY: JOH initiates Israeli GLBT psychotherapists&#8217; forum</p>
<p>This February &#8220;PsycholoGAY,&#8221; an organization of GLBT psychotherapists, was founded at a conference held at, and sponsored by, the Jerusalem Open House. This conference, the first of its kind ever to be held in Israel, was organized by JOH Chairperson Jerry Levinson and Nirit Bar, a clinical psychologist from Kibbutz Gevulot, with the aid of members of the JOH Psychosocial Unit and other colleagues. The idea for holding such a conference was sparked by homophobic remarks made by prominent lecturers at a recent conference of the Israeli Association of Family Therapists.</p>
<p>At the founding convention of &#8220;PsycholoGAY,&#8221; ways were discussed of combating the homophobia and ignorance which still plague many psychotherapists in Israel, and a permanent forum for peer supervision of GLBT psychotherapists was recommended. Twenty-nine of the fifty-seven participants volunteered to join a planning committee which will continue to develop this initiative. The JOH&#8217;s initiative gained national media coverage, and we hope that it will become a driving force for long-overdue changes in the field of therapy in Israel.<br />
PINK NEWS</p>
<p>Jerusalem&#8217;s Rainbow Shop<br />
In January we celebrated the grand opening of the Jerusalem Rainbow Shop, located in the Open House. Magazines, books, posters and all the rainbow trinkets you can imagine, are now available for sale at the Rainbow Shop. The shop is open twice a week, Sunday and Thursday evenings, during our weekly open evenings.<br />
Jerusalem&#8217;s Gay Community Center and Kehilat Kol HaNeshama welcome the Auschwitz Komittee from Germany and host a special screening of &#8220;Paragraph 175&#8243;</p>
<p>Jews and Homosexuals shared the horrors of oppression under the Third Reich. Just as the Nazi regime passed laws to validate the oppression of Jews, they legislated a Paragraph 175, which codified &#8216;natural&#8217; and &#8216;unnatural&#8217; sexual behavior, and thus legalized the abuse of homosexuals.<br />
Filmmakers Rob Epstein and Jeffrey Friedman documented the experience of German Homosexuals during the Nazi period in their mainstream movie entitled Paragraph 175. Epstein and Friedman are well known for their documentary The Celluloid Closet, a history of homosexuality in the film industry.<br />
The movie will be screened on Monday, March 5th, at 19:30 at Kol HaNeshama Synagogue, Rehov Asher 1 in Bak&#8217;a. It is brought to Jerusalem and presented by the Auschwitz Komittee in Germany, which is visiting Israel. The Auschwitz Komittee is a group of Germans-Jews and non-Jews, gay and straight, multigenerational from age 22 to 90 (!)-who organize events to raise German consciousness concerning the Holocaust and combat anti-Semitism. One member of the group, Moritz Terfloth, a gay historian from Hamburg, was a consultant for the film.</p>
<p>Jerusalem&#8217;s gay, lesbian, bi and trans community center, the Open House, co-sponsors the event together with Kehilat Kol HaNeshama in recognition of the courageous work of the Auschwitz Komittee. The movie will follow a reception in honor of the visiting group; after the screening, there will be an opportunity for discussion and questions.</p>
<p>For further details please contact:<br />
Barbara Becker (the event&#8217;s organizer, at the JOH): 02-6253191<br />
Hagai El-Ad (JOH Executive Director): 054-898464 / hagai@joh.gay.org.il</p>


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		<title>Yossi und Jagger auf DVD / VHS</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 13:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Israel ist ein Land im permanenten Kriegszustand. In einem Außenposten der israelischen Armee, nahe der Grenze zum Libanon versucht die hier stationierte Einheit aus Männern und Frauen, der ständig lauernden Kriegsgefahr auf ihre ganz eigene Art und weise zu begegnen&#8230; Jeder sieht sich hier als Überlebenskünstler in einer scheinbar todbringenden Umgebung. Unter ihnen Yossi, der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israel ist ein Land im permanenten Kriegszustand. In einem Außenposten der israelischen Armee, nahe der Grenze zum Libanon versucht die hier stationierte Einheit aus Männern und Frauen, der ständig lauernden Kriegsgefahr auf ihre ganz eigene Art und weise zu begegnen&#8230;<span id="more-8"></span></p>
<p>Jeder sieht sich hier als Überlebenskünstler in einer scheinbar todbringenden Umgebung. Unter ihnen Yossi, der wortkarge Kommandeur, der sich seinem militärischen Auftrag hier mehr als verpflichtet fühlt und Jagger, der Träumer, der bald die Armee verlassen wird und hofft, dass sein Freund Yossi mit ihm ein neues Leben anfängt.</p>
<p>Sind beide alleine in der kargen und verschneiten Berglandschaft auf Erkundungstour, scheint es keine Grenzen, keine Gegensätze, keinen Krieg, sondern nur ihre Liebe zueinander zu geben. Doch in der Gemeinschaft der Truppe holt der Alltag sie schnell ein. Yossi, der kühle und pflichtbewusste Soldat, Jagger der Unerschrockene, der trotz der angespannten Situation in dieser Militärstation seinem Leben immer etwas positives abgewinnen kann.<br />
Die lautlose Kriegsgefahr aber ist allgegenwärtig und ein gefährlicher Nachteinsatz wird das Leben für beide entscheidend verändern.</p>
<p>Regisseur Eytan Fox (&#8220;Walk on Water&#8221;) setzt in seinem israelischen Überraschungserfolg &#8220;Yossi &amp; Jagger&#8221; ganz auf die natürliche und unbeschwerte Schauspielkunst seiner beiden Hauptdarsteller und erzählt auf einfühlsame und zugleich unterhaltsame Art vom Zusammentreffen zweier Liebenden in der trügerischen Stille einer permanenten Kriegsbedrohung.</p>
<p>Die wahre Geschichte einer Liebe zwischen Grenzen und Gegensätzen.</p>
<p>Sprache/Ton: deutsche Synchronfassung + hebräische Originalfassung in Dolby Digital 5.1 und 2.0, deutsche Untertitel (ausblendbar)<br />
Bildformat: 16:9 anamorph (1,66:1)<br />
DVD-Bonus Material:<br />
- Kurzfilm von Eytan Fox &#8220;Time Off&#8221;<br />
- Kurzfilm aus Jerusalem von Oded Lotan &#8220;Operation YY&#8221;<br />
- Videoclip zum Titelsong &#8220;Your Soul&#8221;<br />
- Preise und Nominierungen<br />
- Original Kinotrailer + deutscher Trailer<br />
- Bildergalerie<br />
- Hintergrundinfos<br />
- Produktionsnotizen<br />
- web link<br />
- Trailershow u.v.m.</p>
<p>http://www.pro-fun.de</p>


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		<title>Queer in the Land of Sodom</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 13:52:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Israel is much more progressive on the issue of homosexuality than you might think. Israel is among the leaders in equality for sexual minorities. Lee Walzer (http://glbt-news.israel-live.de/buecher/buecher.htm) Temple Mount, Jerusalem.          Complete Coverage Gay Mundo Middle East Asia   Related Articles Gay Israel: No Pride In Occupation Queer Israel: Endangered Valentine&#8217;s Queering Democracy in Iran [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Israel is much more progressive on the issue of homosexuality than you might think. Israel is among the leaders in equality for sexual minorities.<span id="more-7"></span></p>
<p>Lee Walzer (<a href="http://glbt-news.israel-live.de/buecher/buecher.htm">http://glbt-news.israel-live.de/buecher/buecher.htm</a>)</p>
<table border="0" cellspacing="4" cellpadding="4" width="220" align="right">
<tbody>
<tr>
<td><img src="http://www.thegully.com/essays/israel/imgs_israel/Israel-TempleMount1.jpg" alt="" hspace="3" vspace="3" width="210" height="141" /><br />
<span class="photocap">Temple Mount, Jerusalem. </span><span class="photocredit"><span>        </p>
<p></span></span></td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#eeeeee"><span class="SmBlueHeaders">Complete Coverage</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span class="LinksCcov"><a href="http://www.thegully.com/essays/gaymundo/completegay.html" target="_top">Gay Mundo</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/asia/middle_east.html" target="_top">Middle East</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/asia/all_asia.html" target="_top">Asia</a> </span> </td>
</tr>
<tr>
<td bgcolor="#eeeeee"><span class="SmBlueHeaders">Related Articles</span></td>
</tr>
<tr>
<td><span class="Links"><a href="http://www.thegully.com/essays/israel/020220_gays_meet_sharon.html" target="_top">Gay Israel: No Pride In Occupation</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/israel/020214_gay_israel_palestin.html" target="_top">Queer Israel: Endangered Valentine&#8217;s</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/iran/020122_queering_democracy.html" target="_top">Queering Democracy in Iran</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/iran/001113ayatollah.html" target="_top">A Mother Takes on the Ayatollah</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/gaymundo/020104_saudi_gays_killed.html" target="_top">Saudis Execute Gay Men</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/gaymundo/011027_gay_muslims.html" target="_top">Gay Muslims in the Post-Attack World</a><br />
<a href="http://www.thegully.com/essays/africa/010731egypt_gay_trials.html" target="_top">Why Egypt Is Targeting Gays</a> </span> </td>
</tr>
</tbody>
</table>
<p><span class="BODY"><small><span style="font-size: x-small;">FEBRUARY 21, 2002</span></small>. Although the idea of a vibrant queer community in Israel, reputed birthplace of the biblical condemnation of same-sex relations, may seem far-fetched, Israel today is one of the world&#8217;s most progressive countries in terms of equality for sexual minorities. Politically, legally, and culturally, the community has moved from life at the margins of Israeli society to visibility and growing acceptance. </span></p>
<p><span class="BODY"><span style="font-family: Arial;"><strong>In the Beginning</strong></span><br />
There is no magic mythical beginning to Israel&#8217;s lgbt community, like the 1969 Stonewall riots that spurred American queers into action. Instead, changes in the values and politics of Israeli society over the past twenty years or so created the space in which a gay and lesbian community could coalesce. </span></p>
<p><span class="BODY">The first gay organization was established in 1975, thanks largely to the work of immigrants from the United States and other English-speaking countries influenced by the development of gay liberation and the counterculture of the 1960&#8242;s. </span></p>
<p><span class="BODY">The very name of this first organization, the Society for the Protection of Personal Rights (then, as today, known as the Agudah, in Hebrew), reflected the difficulty of organizing sexual minorities at a time when the existence of a sodomy law was thought by many to make homosexuality itself illegal. In its early years, the Agudah functioned more as a support and social group rather than as a political organization. </span></p>
<p><span class="BODY"><img src="http://www.thegully.com/essays/israel/imgs_israel/womensign_pride_telaviv.jpg" alt="" hspace="3" vspace="3" width="146" height="135" align="right" />Lesbians began organizing within the Israeli women&#8217;s movement, which provided some space for the discussion of lesbian issues and radical feminism. But for many years, Israeli lesbians funneled most of their energies into feminism, rather than the struggle for gay and lesbian equality. </span></p>
<p><span class="BODY">The development of a gay identity was difficult for many at a time when Israeli society was still in the midst of its Zionist revolution. Zionism, the national liberation movement of the Jewish people, sought to create a &#8220;New Jew&#8221; as part of the rebirth of Jewish sovereignty. The New Jew would work the land or engage in blue collar jobs, rather than in the &#8220;bourgeois&#8221; professions taken up by Jews in the Diaspora (the early Zionists were resolute socialists). </span></p>
<p><span class="BODY">The security problems facing the Jewish state also precluded for many years discussion of a variety of social issues and problems. Pleading more pressing issues, the public agenda did not include the place of Mizrachim (Jews who immigrated to Israel from the Arab countries) in a society dominated by European-born Jews, women&#8217;s liberation, equality for Palestinian citizens of Israel, or gay rights. Moreover, the collective values preached by the early founders of the Jewish state likewise left little room for exploration of personal identity. </span></p>
<p><span class="BODY"><strong><span style="font-family: Arial;">Evolution</span></strong><br />
By the early 1980&#8242;s, the values of Israeli society began to evolve, and with them, the scope of public discourse. The socialist certainties of Israel&#8217;s founders gave way to a consumer society. The certainties of Zionism gave way to a multitude of political and cultural identities: ultra-orthodox Judaism, growing assertion of a Palestinian identity among Israel&#8217;s Arab citizens, nationalism, and yearnings for a more Western, liberal society competed for the allegiance of Israelis. </span></p>
<p><span class="BODY">Yet, gay identity and politics still did not go public. The close-knit nature of Israeli society made coming out exceedingly difficult, as did Israeli society&#8217;s emphasis on family and reproduction. So it fell on non-gay supporters of gay rights to move things forward. </span></p>
<p><span class="BODY">By the late 1980&#8242;s, these efforts began to pay off, laying a road map for future gay political success. As part of a broader reform of Israel&#8217;s penal code, liberal Knesset members decided to try to repeal the sodomy law. In 1988, they literally called a vote to repeal the sodomy law in the middle of the night, when it was prearranged that religious Knesset members would not be present, promising not to draw too much attention to the effort. The next day, following repeal, religious politicians screamed to the heavens on the radio and in the press, but it was largely for show. This pattern of doing things quietly, even under the table, would repeat itself. </span></p>
<p><span class="BODY">The next few years marked the golden age of gay political success in Israel. By 1992, lesbian and gay activists had succeeded in getting the Knesset to amend Israel&#8217;s Equal Workplace Opportunities Law to outlaw discrimination on the basis of sexual orientation. </span></p>
<p><span class="BODY">In 1993, the Israeli military rescinded its few regulations discriminating against gays and lesbians. And in 1994, the Israeli Supreme Court ordered El Al Israel Airlines to grant a free plane ticket to the partner of a gay flight attendant, as the airline had long done for heterosexual partners of employees. </span></p>
<p><span class="BODY">Since then, there has been steady progress, especially in the courts. As the victories mounted, so, too, did the number of people prepared to be open about their sexual orientation. </span></p>
<p><span class="BODY"><span style="font-family: Arial;"><strong>Mainstream Success</strong></span><br />
<img src="http://www.thegully.com/essays/israel/imgs_israel/tel_aviv_gay_pride_2001.jpg" alt="" hspace="3" vspace="3" width="143" height="191" align="right" />The reasons for gay and lesbian political success during this period from 1988 through the mid-1990s were many. Chief among them was the fact that gay activists pursued a very mainstream strategy, seeking to convince the wider public that gay Israelis were good patriotic citizens who just happened to be attracted to the same sex. </span></p>
<p><span class="BODY">This strategy, pursued until recently, reinforced the perception that gay rights was a non-partisan issue, unconnected to the major fissure in Israeli politics, the Arab-Israeli conflict and how to resolve it. Embracing gay rights enabled Israelis to pat themselves on the back for being open-minded, even as Israeli society wrestled less successfully with other social inequalities. </span></p>
<p><span class="BODY">Another reason for success was that the only source of real opposition to gay rights in Israel stems from the country&#8217;s religious parties. This may seem contradictory, but it is not. While religious parties have played a role in every Israeli government since the establishment of the state in 1948, in recent years, as their power has grown, so has the resentment of secular Israelis. Thus, the opposition of religious parties to gay rights has engendered the opposite reaction among non-religious Israelis. </span></p>
<p><span class="BODY"><strong><span style="font-family: Arial;">The Revolution Begins</span></strong><br />
The mainstream path started to grate on some gay and lesbian Israelis in the late 1990s. The fuse of disaffection was finally lit at what became known as &#8220;the Wigstock Riots.&#8221; Wigstock is an annual drag festival in Tel Aviv that raises money for AIDS services in Israel. In 1998, a boisterous demonstration broke out when the police attempted to shut down the event as the Jewish Sabbath was beginning. Protesters spilled onto the adjacent Hayarkon Street and blocked traffic for a few hours. Lesbian and gay activists denounced what they saw as police coercion. Sounds like the Stonewall riots, right? </span></p>
<p><span class="BODY">Well, not quite. The police came only because of a bureaucratic mix-up. Organizers had gotten a permit from City Hall allowing the event to continue until 8 pm, but the police permit ran only until 7 pm. While queer media immediately labeled the event &#8220;the Israeli Stonewall,&#8221; it was perhaps the only Stonewall to result from confusion over a festival permit. </span></p>
<p><span class="BODY"><img src="http://www.thegully.com/essays/israel/imgs_israel/dana_intnl.gif" alt="" hspace="3" vspace="3" width="151" height="179" align="right" />1998 was a banner year for a more in-your-face agenda. A few weeks before Wigstock, <strong>Dana International</strong>, a popular transgender singer, brought home first place for Israel in the Eurovision Song Contest. Dana&#8217;s victory enabled the Israeli gay and lesbian movement to add the &#8220;t-word&#8221; to its name. Previously, the Israeli gay movement had shunned transgendered people, fearing what their inclusion would do to its public image, but with Dana receiving congratulatory telegrams from the Prime Minister and being made an honorary ambassador by the Knesset, it was now &#8220;safe&#8221; for the movement to expand its focus. </span></p>
<p><span class="BODY">In November of that year, Michal Eden won a seat in the Tel Aviv City Council, becoming Israel&#8217;s first openly lesbian elected official. Her victory was made possible by the growth of &#8220;sectoral&#8221; parties in Israeli politics, be they religious, Palestinian, or economic. In such a political environment, gays and lesbians could have their own elected political voice as well, although such representation does not yet exist at the national level. That year constituted a watershed in how the community viewed itself, and how its politics would develop. </span></p>
<p><span class="BODY"><strong><span style="font-family: Arial;">Left Behind</span></strong><br />
But the radical critique has not been all-encompassing. The Israeli LGBT movement has not embraced feminism (in fact, sexism and tensions between gay men and lesbians are both quite prevalent), and until recently, the place of gay Arabs in the community was neglected, reflecting the wider society&#8217;s indifference to Israel&#8217;s Arab minority (some 20 percent of Israel&#8217;s population). </span></p>
<p><span class="BODY">Hagai Elad&#8217;s article, &#8220;<a href="http://www.thegully.com/essays/israel/020220_gays_meet_sharon.html" target="_top">Gay Israel: No Pride In Occupation</a>&#8221; thus comes at a rather grim time for Israel, and possibly, at a turning point for queer politics. Against the backdrop of clashes between Israel and the Palestinian Authority, the 2001 Tel Aviv&#8217;s Pride Parade, typically a celebratory, hedonistic affair, got a dose of politics when a contingent called &#8220;Gays in Black&#8221; marched with a banner proclaiming, &#8220;There&#8217;s No Pride In Occupation.&#8221; </span></p>
<p><span class="BODY">In recent months, a group called &#8220;Kvisa Sh&#8217;chora&#8221; (Dirty Laundry) has sprung up, linking the oppression of sexual minorities to what it sees as the Israeli oppression of the Palestinians. It remains to be seen whether Israeli gays and lesbians can point the way toward a better relationship both with Israel&#8217;s Arab minority and the neighboring Arab states. </span></p>
<p><span class="BODY"><em>Lee Walzer is the author of &#8220;Between Sodom and Eden: A Gay Journey Through Today&#8217;s Changing Israel&#8221; (Columbia University Press, 2000) and &#8220;Gay Rights on Trial&#8221; (ABC-CLIO, 2002), available at Amazon.com. You can email him at <a href="mailto:leewalzer@mindspring.com">leewalzer@mindspring.com</a>.</em></span></p>
<p><span class="BODY"><a href="http://glbt-news.israel-live.de/buecher/buecher.htm">http://glbt-news.israel-live.de/buecher/buecher.htm</a></span></p>


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		<title>Homos im Visier</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 13:44:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Während in Osteuropa die Emanzipation von Homosexuellen Fortschritte macht, setzt im Westen ein autoritäres Rollback ein.Havana / Thursday, 09 September 2004von tjark kunstreich von tjark kunstreich Die schwierige Situation sexueller Minderheiten in Osteuropa vermittelt sowohl die Aufbruchstimmung einer Emanzipationsbemühung als auch eine Verklärung alteuropäischer Verhältnisse. Beides macht sie für Westeuropäer attraktiv. Ein Blick auf Frankreich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Während in Osteuropa die Emanzipation von Homosexuellen Fortschritte macht, setzt im Westen ein autoritäres Rollback ein.<span id="more-6"></span>Havana / Thursday, 09 September 2004von tjark kunstreich</p>
<p><em>von tjark kunstreich</em></p>
<p><span style="font-size: x-small;"><strong>Die schwierige Situation sexueller Minderheiten in Osteuropa vermittelt sowohl die Aufbruchstimmung einer Emanzipationsbemühung als auch eine Verklärung alteuropäischer Verhältnisse. Beides macht sie für Westeuropäer attraktiv. Ein Blick auf Frankreich zeigt jedoch, dass die emanzipatorischen Errungenschaften, die der Staat gewährt, keinesfalls identisch sind mit gesellschaftlichen Fortschritten in Sachen Homosexualität. Zieht man die staatlichen Garantien zum Schutz vor Diskriminierung und Verfolgung ab, unterscheidet sich das Bild im Vergleich zu Osteuropa nicht mehr wesentlich.</strong> </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">David Gros, ein 26jähriger Student aus Marseille, konnte das Krankenhaus nach einer knappen Woche wieder verlassen. In der Nacht vom 13. auf den 14. August war er von mehreren Tätern mit Eisenstangen zusammengeschlagen worden, als er sich in der Nähe eines Parks, der als Schwulentreffpunkt gilt, mit einem Freund traf, der ihm die Szene zeigen wollte. Nach seiner Entlassung wendet Gros sich scharf gegen die Art, wie die Medien den Angriff auf ihn auf einen jener Angriffe gegen Schwule, die Parks cruisen, und damit auf die Frage der sexuellen Identität reduzierten: »An diesem Abend war ich ein junger Mann, der sich nach seiner sexuellen Identität fragt, nach seinen homo- und heterosexuellen Beziehungen, mit dem Wunsch, frei zu leben.« Auch die Angreifer hätten ihn auf seine angebliche sexuelle Identität reduziert, als sie ihn mit dem Ruf »Sale pédé, on va t&#8217;arranger!« (»Dreckiger Schwuler, wir polieren dir die Fresse!«) schwere Gesichtsverletzungen und Kieferbrüche zufügten, deren Heilung Monate in Anspruch nehmen wird. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">»Homos, wo immer sie in ihrem Leben stehen, ob sie offen oder versteckt leben, haben ein Recht auf Sicherheit«, schloss Gros sein Statement. Sein Fall ist wegen der Brutalität in der französischen Öffentlichkeit wahrgenommen worden, und auch, weil er eine Serie von Hassverbrechen gegen Schwule fortsetzt, die der Liberalität, auf die sich die Grande Nation immer noch etwas einbildet, zu widersprechen scheint. So führte noch die sozialistische Regierung Ende der neunziger Jahre mit dem »Pact civil de solidarité« (Pacs) ein fortschrittliches Lebenspartnerschaftsrecht auf der Grundlage des Zivilrechts ein, das nicht nur schwulen und lesbischen Partnerschaften Rechte verschafft, sondern allen solche freiwilligen Verwandtschaftsformen ermöglicht. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Die konservative Regierung in Frankreich veränderte an diesem Rechtsstatut nichts und beeindruckte im Juni diesen Jahres mit einem Doppelschlag: Sie kündigte die Verschärfung des Pressegesetzes im Hinblick auf die Verfolgung der Homophobie an, die nunmehr dem Rassismus und Antisemitismus gleichgestellt wird (Jungle World, 28/04). Zugleich wurde ein Disziplinarverfahren gegen den grünen Spitzenpolitiker Noël Mamère eingeleitet, der als Bürgermeister von Bègles nahe Bordeaux am 5. Juni die erste Schwulenehe in Frankreich getraut hatte, begleitet von wütenden Protesten aufgebrachter Bürger. Mamère wurde im Zuge des Verfahrens für einen Monat von seinem Amt suspendiert (Jungle World, 33/04). </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Nur scheinbar liegen Welten zwischen der aggressiven Bekämpfung der Homo-Ehe und der Verschärfung der Gesetzgebung gegen Homophobie. In den vergangenen zwei Jahren wurden in Frankreich die Strafgesetze insgesamt verschärft, und der französischen Law-and-Order-Koalition kam es da gerade recht, den Tatbestand der Homophobie einzuführen: Sicherheit für alle Bürgerinnen und Bürger, darin sehen sie ihren Auftrag, und in dieser Sache ist man auch an Schwulen und Lesben interessiert, die, ungefragt, als Kronzeugen für die Verschärfung der Gesetze fungieren. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Die Gegnerschaft zur Homo-Ehe hingegen bedient die autoritären Charaktere, die gegen die Hochzeit von Bègles protestierten, die moral majority, die keine mehr ist, zumindest nicht im Hinblick auf die Homo-Ehe. Nach einer Umfrage des Homo-Magazins Têtu im Juni sprechen sich 57 Prozent der französischen Bevölkerung für die Homo-Ehe aus, im Jahre 2000 waren es noch 35 Prozent. Allerdings sind beinahe ebenso viele, 56 Prozent, gegen das Adoptionsrecht für homosexuelle Paare. Gefragt, ob sie dafür wären, den Pacs die gleichen Rechte wie der Ehe zu gewähren, stimmen wiederum 77 Prozent zu. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Diese Mehrheit stört weniger die Homophobie als das Geräusch, das um sie gemacht wird. Mit den Gesetzen zur inneren Sicherheit aus dem Jahr 2003 und – bemerkenswerter Name – zur »Anpassung der Justiz an die Kriminalitätsentwicklung« aus dem Frühjahr 2004, in denen der Tatbestand der Homophobie nur einer unter vielen ist, reagierte der französische Staat auf zwei bestialische Morde an Schwulen: Im September 2002 wurde François Chenu in einem Park in Reims von drei Rechten totgeschlagen. Ein knappes Jahr später wurde Jean Pierre Humblot, ein 63jähriger schwuler Mann, in Nancy tot aus dem Rhein-Marne-Kanal gezogen; die beiden Täter waren 16 Jahre alt. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Sébastien Nouchet wurde am 16. Januar in N?ux-les-Mines nahe der belgischen Grenze in seinem Vorgarten lebendig verbrannt, er überlebte schwer verletzt. Nach vier Monaten im Krankenhaus, von denen er mehrere Wochen im künstlichen Koma verbrachte, und zahlreichen Operationen gab er dem Têtu ein Interview, in dem er sich wundert, dass die von ihm erkannten Täter, die ihn bereits seit Monaten terrorisierten, nicht festgenommen werden. Bei der Polizei habe man ihm deutlich zu verstehen gegeben, dass man seiner Version des Tathergangs nicht glaube. Nouchets Darstellung erinnert an den Umgang mit Opfern rassistischer Gewalt in Deutschland nach der Wiedervereinigung – und sie verweist auf die Tatsache, dass Gesetze das eine sind, ihre Anwendung das andere. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Auffallend ist, dass die geschilderten Fälle sich in Regionen Frankreichs zutrugen, in denen die antisemitische Gewalt ebenfalls zugenommen hat: im Norden, im Südosten und in der Gegend um Paris, der Île de France. Die Täter sind zumeist rechte Jungmänner mit nazistischem oder islamistischem Hintergrund, deren Aggression sich ebenso antisemitisch äußern kann. Auch die über die normalisierte Gewalt gegen Schwule hinausgehende Brutalität steht in zeitlicher Nähe zur Eskalation antisemitischer Gewalt in Frankreich seit 2001. In anderen westeuropäischen Ländern ist eine ähnliche Entwicklung zu beobachten: Der schwule Mann, die selbstbewusste Frau sind in dem Maße erneut zu Objekten der Verfolgungswut des autoritären Syndroms geworden, wie sich der Antisemitismus in den vergangenen vier Jahren regenerieren konnte. </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">In Großbritannien rechtfertigte ein so genannter moderater moslemischer Kleriker, der ägyptische Gelehrte Yusuf al-Qaradawi, am 13. Juli zur besten Sendezeit auf Channel 4 Gewalt gegen Frauen und die Tötung von Homosexuellen und Juden. Der linke Bürgermeister von London, Ken Livingstone, nahm nur eine Woche, nachdem er die Londoner Gay Pride Parade angeführt hatte, an einer Konferenz islamischer Gruppen teil, auf der al-Qaradawi ein Referat hielt (Jungle World, 33/04). Die schwule Menschenrechtsgruppe OutRage kommentierte: »Im Namen des Kampfes gegen Islamophobie kollidiert Livingstone mit der Homophobie. Menschenrechte für Homosexuelle scheinen für ihn unwichtig, wenn er Appeasement mit islamischen Fundamentalisten betreibt.« </span></p>
<p><span style="font-size: x-small;">Das gilt nicht nur für Livingstone, sondern zeigt den grundlegenden Widerspruch auf zwischen Rechten, die der Staat dem Individuum gewährt, und jenen, die ein autoritäres Kollektiv für sich – etwa aufgrund seiner »Kultur« – in Anspruch nimmt, wie zum Beispiel die Verfolgung von anderen. Angesichts einer autoritären Formierung hat noch jeder Staat einmal gewährte Rechte kassiert. Im Osten wird etwas erkämpft, das im Westen, setzt sich die Entwicklung fort, demnächst wieder verteidigt werden muss. Nach der Emanzipation ist vor der Emanzipation.</span></p>


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		<title>Erinnerung: Lotti Huber (geb. Goldmann) sel.A.</title>
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		<pubDate>Mon, 26 May 2008 13:37:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Lotti Huber (geb. Goldmann) sel.A. Contributed by taglbt / Munich 21 August 2004 Lotti Huber (geb. Goldmann) sel.A. 1912 &#8211; 1998 Als Jüdin, Künstlerin und als Mensch, gab sie ein Beispiel für gelebte Toleranz und Akzeptanz. Sende diesen Artikel einem Freund per Email Abonniere die Kommentare für diesen Beitrag Empfehle diesen Artikel bei Facebook Twittere diesen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lotti Huber (geb. Goldmann) sel.A.<br />
Contributed by taglbt / Munich 21 August 2004</p>
<p>Lotti Huber (geb. Goldmann) sel.A.<br />
1912 &#8211; 1998</p>
<p>Als Jüdin, Künstlerin und als Mensch, gab sie ein Beispiel für gelebte Toleranz und Akzeptanz.</p>


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