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Homosexuellen-Denkmal: Mahnwache nach erneutem Anschlag

19.12.2008 Nach dem neuerlichen Anschlag auf das Homosexuellen-Denkmal in Tiergarten haben am Freitag rund 80 Menschen an einer Mahnwache teilgenommen. Der Angriff auf das Denkmal sei auch ein Angriff auf die Demokratie, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Nach Einschätzung Wowereits beweist die Schändung, dass es keinen Grund gebe, sich auf Erfolgen in der Gleichstellung von Homosexuellen auszuruhen. Die Mahnwache sei „notwendig“. Neben Vertretern des Abgeordnetenhauses nahmen auch Mitglieder mehrerer Bundestagsfraktionen an der Mahnwache teil, unter ihnen die Bundestags-Vizepräsidentin Petra Pau (Linke) und der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen-Bundestagsfraktion, Volker Beck.

Der LSVD-Sprecher Alexander Zinn, sagte, auch Bundespräsident Horst Köhler habe per Brief mitgeteilt, dass er den Anschlag verurteile und die Ermittlungen weiter verfolgen würde. Zudem bekundeten Vertreter der Türkischen Gemeinde Deutschland und des Landesverbands Deutscher Sinti und Roma Berlin-Brandenburg ihre Anteilnahme.

Der Sprecher für Lesben- und Schwulenpolitik der Grünen-Fraktion im Abgeordnetenhaus, Thomas Birk, sagte, er sei „sehr zufrieden, dass Vertreter der Bundesebene auch da waren“. Die Teilnahme Wowereits wertete er als Signal dafür, dass der von den Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus eingereichte Aktionsplan gegen Homophobie Aussichten auf Umsetzung habe. Der Aktionsplan sieht unter anderem Prävention in Kitas, Schulen und Jugendeinrichtungen vor. „Kinder sollen so früh wie möglich an gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften gewöhnt werden“, sagte Birk.

Das im Mai eingeweihte Denkmal war in der Nacht zum Dienstag zum zweiten Mal beschädigt worden…

>>> Politik in Deutschland

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